Die Überflüssigen

Ein Western nach wahren Begebenheiten. Von Philipp Löhle.

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Fotos: Mathias Voelzke

Zu einhundert Prozent sehenswert.

MOZ, 05.08.2019

Eddie Seuss kommt nach Jahren in seinen Heimatort Lükke zurück. Er trifft auf alte Bekannte und entdeckt Leere, Ruhe und Natur. Das vorherrschende Nichts fasziniert den PR-Profi aus der Großstadt, es wird für Eddie zur „Königsklasse der Reizunterflutung“. Doch selbst seine wildesten Ideen für eine Standortvermarktung zünden nicht. Dabei könnte es so einfach sein.

"Die Überflüssigen" spielt mit den Vorurteilen zwischen Stadt und Land und verwandelt einen fiktiven Ort in der brandenburgischen Provinz zu einer Westernkulisse. Umwandlungsprozesse der Nachwendezeit werden unterschiedlich wahrgenommen. Einigkeit besteht nur teilweise in der Verständigung über die gemeinsame Herkunft. Doch über die Potentiale, welche in der alten Heimat stecken, gehen die Meinungen auseinander. Der Showdown lässt keine Gewinner zurück.

Das Stück basiert auf der sozialwissenschaftlichen Langzeitstudie "Social Capital" in Wittenberge unter Leitung des Soziologen Heinz Bude. Von 2007 bis 2010 beobachteten und untersuchten Soziologen und Ethnologen die Veränderungen in der ostdeutschen Industriestadt, wie Menschen mit dem Umbruch umgehen, welche Überlebensstrategien sie entwickeln, welche Bedeutungen Familie, Gemeinschaft, Selbsthilfe und charismatischen Personen in solch einem Prozess zukommen. Der Autor Philipp Löhle war im Auftrag des Maxim-Gorki-Theaters an dem Projekt beteiligt.

Premiere: 02 August 2019. Eine theater.land Produktion in Kooperation mit der Anderen Welt Bühne. Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und die Fördermitglieder von theater.land e.V.. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "30 Jahre Nachwendezeit. Und jetzt?" gefördert durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung. Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag